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Die Referenzen zum Reglement beziehen sich sowohl auf die GPK wie auch auf die OPK
Kurz gefasst --> Merkblatt

Wann entsteht Anspruch auf eine Altersleistung ?                      

Das Referenzalter in der "Geschlossenen Pensionskasse" ist auf 62 Jahre (60 Jahre in den Kategorien 2) festgelegt. In der "Offenen Pensionskasse" entspricht das Referenzalter dem AHV-Alter (reduziert um 2 Jahre für die Kategorie 2). Ab dem vollendeten 58. Altersjahr kann der Versicherte vorzeitig in Pension gehen.

In Einverständnis mit dem Arbeitgeber kann eine Teilpensionierung vorgenommen werden, wenn die Reduktion des Beitragslohnes mindestens 20 % eines Lohnes von 100 % ausmacht.

Das spätest mögliche Rücktrittsalter wird vom Arbeitgeber festgesetzt. Bei einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses über das Referenzalter hinaus, sehen die Reglemente eine Weiterversicherungsmöglichkeit vor - mit Aufschub der Altersleistungen - und zwar bis zum maximalen 70. Altersjahr.

Wenn ein Versicherter, dessen Dienstverhältnis vor dem Referenzalter abgebrochen worden ist, weiterhin erwerbstätig bleibt, kann er anstelle der Altersleistungen die Überweisung seiner Freizügigkeitsleistung an die neue Vorsorgeeinrichtung verlangen.

Art der Leistungen

Die Kasse versichert folgende Leistungen:
a) Altersrente
b) AHV-Überbrückungsrente
c) Pensioniertenkinderrente
d) Rente des überlebenden Ehegatten; Waisenrente.

Die von der Kasse angewandten Vorsorgepläne sind so genannte "Beitragsprimatspläne". Die Altersleistungen werden in Prozent des angesammelten Sparkapitals aufgrund eines im Reglement festgelegten Umwanldungssatzes ermittelt (Anhang 2 des Reglementes - die Umwandlungssätze der GPK und der OPK sind identisch).

Wie funktionert es ? 

Zahlung der Leistungen (Artikel 37 und 14)

In der Regel werden die Altersleistungen monatlich jeweils am Ende des Monats in Form einer Rente entrichtet.

Der Versicherte kann jedoch für höchstens ein Viertel seines Sparkapitals die Ausrichtung in Form einer Kapitalleistungen beantragen. Die entsprechende Erklärung hat der Versicherte spätestens drei Monate vor seiner Pensionierung der Kasse schriftlich abzugeben (Siehe Formular) . Aufgepasst : die Kapitalmeldung ist unwiderruflich.

Ist der Versicherte verheiratet, so ist die Auszahlung in Kapitalform nur zulässig, wenn der Ehegatte schriftlich zustimmt. Die Auszahlung erfolgt zusammen mit der Zahlung der ersten Rente.

Altersrente und AHV-Überbrückungsrente (Artikel 13 und 15)

Höhe der Altersrente im ordentlichen Rücktrittsalter

Die Altersrente entspricht dem angesammelten Sparkapital multipliziert mit dem Umwandlungssatz (Anhang 2 des Reglementes - siehe auch schrittweise Anpassung der Umwandlungssätze ab dem 01.09.2020 bis am 31.08.2026).

Beispiel Alter 62: Sparkapital CHF 500'000.-
Berechnung der Rente: 500'000 x 5.00% = CHF 25'000.-

Beispiel Alter 58: Sparkapital CHF 350'000.-
Berechnung der Rente : 350'000 x 4.54% = CHF 15'890.-

Die Nettoaltersrente ergibt sich nach Abzug der lebenslänglichen Kürzung zur Finanzierung der AHV-Überbrückungsrente.

AHV-Überbrückungsrente

Versicherte, die in den Genuss einer Altersrente kommen, haben Anspruch auf eine AHV-Überbrückungsrente.

Der maximale Jahresbetrag der AHV-Überbrückungsrente entspricht der maximalen AHV-Rente des Jahres, in dem der Anspruch auf die Altersrente entsteht, d.h. CHF 28'440.- pro Jahr (wert 2020). Der Versicherte hat Anspruch auf die maximale AHV-Überbrückungsrente sobald das angesammelte Sparkapital mindestens den Betrag erreicht, den er in den letzten 20 Jahren vor der Pensionierung hätte ansparren können. Ist dies nicht der Fall wird prorata berechnet.

Die AHV-Überbrückungsrente wird ab dem Referenzalter, d.h. ab Alter 62, bis zum AHV-Rücktrittsalter berechnet und entspricht somit maximal drei Jahresrenten für die Männer, beziehungsweise zwei Jahresrenten für die Frauen. Diese Rente wird vom Arbeitgeber und dem Versicherten finanziert: 50 % der Kosten werden vom Arbeitgeber übernommen, 50 % vom Versicherten in Form einer Kürzung der lebenslänglichen Rente gemäss der in Anhang 3 des Reglements aufgeführten Tabelle. In der "Offenen Pensionskasse" beträgt die maximale Anzahl drei Jahresrenten sowohl für Männer wie auch für Frauen (5 in der Kategorie 2). Die Überbrückungsrente wird bis zum Erreichen des AHV-Alters überwiesen.

Für die Kategorien 2 gilt dasselbe Prinzip, wobei die maximale Dauer zwischen dem Referenzalter der "Geschlossenen Pensionskasse" und dem AHV-Alter berücksichtigt wird (oder Dauer von 5 Jahren in der "Offenen Pensionskasse").

Höchstmögliche AHV-Überbrückungsrente

Beispiel: Versiherter der GPK im Referenzalter, jährlicher Beitragslohn CHF 75'000.-, Beschäftigungsgrad 100%.

Kategorie 1, erforderliches Sparkapital für eine maximale AHV-Überbrückungsrente im Alter 62:  599.87% * 75'000 = 449'900.-
Kategorie 2, erforderliches Sparkapital für eine maximaleAHV-Überbrückungsrente im ALter 60:  637.81% * 75'000 = 478'360.-
Faktoren gemäss Anhang 4 des Reglementes (unterschiedlich bei GPK und OPK - in OPK höchstmögliche Rente 3 jahre vor dem AHV-Alter möglich - 5 Jahre in der kategorie 2)

Verfügt der Versicherte mindestens über das oben berechnete Sparkapital, so hat er Anspruch auf die maximale AHV-Überbrückungsrente von 28'440.-. Diese Rente wird vom Arbeitgeber und vom Versicherten zu gleichen Teilen finanziert. Was den Versicherten anbelangt, so erfolgt die Finanzierung mittels einer Kürzung der lebenslänglichen Rente.

Lebenslängliche Kürzung für einen Mann bei einer Überbrückungsrente von 28'440.-:  28'440 / 2 x 0.15 = 2'133.-
Lebenslängliche Kürzung für eine Frau bei einer Überbrückungsrente von 28'440.-:     28'440 / 2 x 0.10 = 1'422.-
Faktoren gemäss Anhang 3 des Reglementes

Betrag der AHV-Überbrückungsrente bei vorzeitigem Rücktritt

Beispiel "Geschlossene Pensionskasse", jährlicher Beitragslohn CHF 75'000.-, Beschäftigungsgrad 100% und Sparkapital CHF 350'000.- im Alter 58. Der Maximalbetrag der AHV-Überbrückungsrente wird auf die Bezugsdauer verteilt (AHV-Alter ./. effektives Rücktrittsalter).

Kategorie 1, Mann, AHV-Überbrückungsrente: 350'000 / (524.69% * 75'000) * 28'440 x 3/7 = CHF 10'840.-
Kategorie 1, Frau,  AHV-Überbrückungsrente:  350'000 / (524.69% * 75'000) * 28'440 x 2/6 = CHF   8'431.-
Kategorie 2, Mann, AHV-Überbrückungsrente: 350'000 / (600.00% * 75'000) * 28'440 x 5/7 = CHF 15'798.-
Kategorie 2, Frau,  AHV-Überbrückungsrente: 350'000 / (600.00% * 75'000) * 28'440 x 4/6 = CHF  14'745.-
Faktoren gemäss Anhang 4 des Reglementes (für die OPK gelten andere Faktoren - die maximale Anzahl beträgt 3 Jahresrenten für Männer und Frauen -  5 für die Kategorie 2)  

Die Überbrückungsrente behält global den selben Wert wie im vorgängigen Beispiel, sie wird einfach über eine längere Dauer ausgerichtet. 

Da die Spargutschriften der Kategorie 2 höher festgelegt sind, würde das angesammelte Sparkapital, im Vergleich mit der Kategorie 1, im oben aufegführten Beispiel höher ausfallen.  

Rente des überlebenden Ehegatten und Waisenrente (Artikel 20)

Beim Tod eines verheirateten Rentenbezügers entstehen folgende Leistungen:
- eine Rente des überlebenden Ehegatten oder eine einmalige Abfindung gemäss den nachfolgenden Bedingungen
- gegebenenfalls eine Waisenrente

Bedingungen:

- Der überlebende Ehegatte kommt für eines oder mehrere Kinder auf; oder
- er hat das 40. Altersjahr vollendet und die Ehe dauerte mindestens 2 Jahre.


Betrag der Rente:

60% der jährlichen Altersrente, die dem Verstorbenen überwiesen wurde.

Erfüllt der überlebende Ehegatte keine der im Reglement festgelegten Bedingungen, so hat er Anspruch auf eine einmalige Abfindung, die höchstens drei Jahresrenten des überlebenden Ehegatten entspricht, sofern die Ehe drei Jahre oder länger gedauert hat. Ansonsten wird die Abfindung im Verhältnis zur Dauer der Ehe in Monaten berechnet.

Gegebenenfalls erhalten die Waisen eine Waisenrente in der Höhe von 20 % der Altersrente des Verstorbenen.

Für Bezüger einer Altersrente ist kein Todesfallkapital versichert.

Kinderrenten (Artikel 22)

Ein Altersrentner enthält eine Kinderrente in der Höhe von 15 % der jährlichen Altersrente, falls seine Kinder jünger als 18 Jahre sind oder sich noch in Ausbildung befinden und jünger als 25 Jahre sind.